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Ernährung
Zur Ernährung von Degus gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Sicher ist, dass Degus sich in ihrer natürlichen Umgebung auf wenig gehaltvolles Futter wie Gräser und Rinden oder auch Wurzeln eingestellt haben. Früchte nehmen sie dort fast nie auf, auch tierisches Eiweiß steht nicht auf dem Speiseplan. So hat sich der Verdauungstrakt der Tiere im Laufe der Zeit an diese recht einseitige Ernährung angepaßt.
Doch dem Menschen kommt diese karge Ernährung meist zu ungesund vor. Genau wie bei Chinchillas neigen wir daher dazu, Degus mit oft zu fetthaltigen und falschem Futter zu ernähren.
Einen Überblick über einige interessante Threads zum Thema Ernährung ⇒ findet Ihr im Forum.
- Wichtigster Futterbestandteil: Heu
Ein Grundbestandteil des Degufutters ist unumstritten - das Heu. Eine Heuraufe ist nicht nötig. Meist tragen die Degus einen Teil des Heus in ihr Nest. Beim Kauf des ballaststoffreichen Heus sollte darauf geachtet werden, daß es nicht muffig sondern recht würzig riecht und nicht staubt. Es muß stets trocken gelagert werden!
- Trockenfutter
Beim richtigen Trockenfutter scheiden sich die Geister. Wichtig ist darauf zu achten, kein getrocknetes Obst oder auch sonstige "Süßstoffe" (in manchen Futtermitteln findet man beispielsweise Honig) zu füttern. Auch sehr gehaltvolle/fettige Bestandteile wie Nüsse oder viel Getreide sollte das Futter nicht enthalten.
Viele Deguhalter mischen daher ihr Futter selbst. Von dem angebotenen Marken im Handel kann leider so einiges nicht oder nur als Grundlage für eine eigene Mischung empfohlen werden.
Ich selbst arbeite derzeit mit zwei Futtermischungen. Täglich gibt es neben Heu (welches immer zur Verfügung steht) auch eine Mischung mit Kräutern, Blüten und etwas getrocknetem Gemüse. Zudem gebe ich eine Mischung mit Sämereien und bin bisher so sehr zufrieden. Wer etwas in diese Richtung probieren möchte, kann sich im ⇒ Deguforum - Sämereienthread ein wenig einlesen.
Immer wieder kommt das Gespräch auf Pellets. Pellets sind kleine Stäbchen, die u.a. meist aus gemahlenen Getreidesorten und Heu bestehen. Zusammengehalten werden diese Stäbchen in der Regel durch Melasse. Dies ist ein Rückstand bei Zuckerfabrikation aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr - in Hinblick auf die möglichst zuckerarme wäre also davon abzuraten. Zudem sind Pellets nicht ideal, da die Faserlänge gering ist.
Ohne Melasse sind normalerweise nur die den Pellets ähnlichen Grascobs, welche man problemlos füttern kann, soweit je nach Anbieter, keine anderen Inhaltsstoffe dagegen sprechen! Diese sind deutlich gröber, die Fasern länger kommen normalerweise ohne Melasse aus. Besser als Cobs ist und bleibt jedoch Heu, bei Degus die ungerne Heu fressen oder Haltern, die bei Heu allergisch reagieren, sind Cobs manchmal eine geeignete Alternative.
Alles was süß ist, lieben die meisten Degus besonders. Aufgrund des hohen Zuckergehaltes sollten einige Leckerlis oder getrocknetes Obst von der Zusatz-Futterliste verbannt werden. Als gelegentliche Leckerlis geeignet sind Erbsenflocken, Kolbenhirse, getrocknete Karotten, ab und zu Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Ich selbst gebe auch gepoppten Reis als Leckerli.
- Frischfutter
Aufgrund des Fruchtzuckers geben die meisten Halter kein Obst, sie halten sich eher an Gemüse, frische Gräser oder Kräuter. So können z.B. Karotten (auch mit Laub), Chicoree, Paprika, Kohlrabi (verstärkt allerdings bei allen Tieren den Uringeruch), Tomaten und ungespritzte Salate verfüttert werden, außerdem Basilikum, Löwenzahn, Spitzwegerich uvm.. Aber Vorsicht vor Giftpflanzen und kein Futter direkt aus dem Kühlschrank!Frische, belaubte Äste laden zum zernagen und auch fressen ein. Geeignet sind beispielsweise Obstbaum-, Hasel-, Birken-, und Weidenäste. Übrigens gibt es unter den Degus immer wieder welche, die Grünfutter nicht interessant finden. Dann einfach ein wenig herumprobieren, oft findet sich so doch etwas, was sie mögen.
Degus, die Frischfutter gewöhnt sind, können es gerne auch täglich bekommen. Die Tiere sollten langsam an Grünfutter herangeführt werden, da sie sonst mit Durchfall reagieren können.
Eine Liste mit geeigneten und ungeeigneten Pflanzen sowie weiterführenden Links zu diesem Thema ist auf unserer ⇒ entsprechenden Unterseite zu finden.
- Sonstiges
Tierische Nahrung, wie z.B. Mehlwürmer, wird von Degus kaum angenommen und sind nicht zwingend notwendig. Aber es soll immer wieder Ausnahmen geben!Ein Salzleckstein hat im Degukäfig nichts zu suchen, da Degus daran oft zu viel nagen und dabei große Mengen Salz aufnehmen. Dagegen kann schadet ein Kalkstein nicht, ist aber bei artgerechter Ernährung nicht zwingend erforderlich.
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Absolute Tabus...
.... sind unsere eigenen Lebensmittel wie Chips, Plätzchen & Co. Aber auch so manches aus dem Fachhandel für Heimtiere ist nicht geeignet. Besonders genannt werden sollten hier Dinge wie Joghurtdrops.
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Woher bekomme ich das Futter?
Oft findet man das richtige Futter leider nicht in den Tierhandlungen um die Ecke. Viele sind daher inzwischen von den Onlineshops begeistert, ich kann mich da nur anschließen. Hier mal ein paar der mir bekannten Shops für Tiernahrung bzw. Kräuter, Preisvergleich kann sich lohnen!
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Wasser
Es gibt Halter, die statt Wasser nur Grünfutter verfüttern. Auch so kann der Wasserbedarf der Tiere gedeckt werden. Meiner Erfahrung nach trinken Degus jedoch - wenn sie die Möglichkeit haben - relativ viel, auch wenn sie Grünfutter bekommen. Ich rate daher dazu, immer Wasser zur Verfügung zu stellen.
Manchmal ist es nicht unbedingt leicht, einen Degu mit Wasser zu versorgen. Handelsübliche Plastiktrinkflaschen werden von Degus unter Umständen recht schnell zerlegt, sie sollten daher besonders sicher angebracht werden. Inzwischen werden auch gelegentlich Glasflaschen angeboten. Ich selbst nehme einen Wassernapf, den ich erhöht aufstelle (auf einem umgedrehten Blumentopf). So fällt nicht so schnell Einstreu hinein. Das Wasser sollte trotzdem täglich ausgetauscht werden.
Trächtige Weibchen und säugende Muttertiere sowie zuckerkrankte Degus haben übrigens einen erhöhten Wasserbedarf.
Ernährung älterer Degus
Ältere Degus haben einen etwas erhöhten Energiebedarf. Unter Umständen ist es irgendwann notwendig, das Futter ein wenig umzustellen, ab und zu ein paar Nüsse o.ä. zuzustecken oder auch mehr Sämereien anzubieten. Wenn ältere Tiere Zahnprobleme bekommen, kann das Zufüttern von Brei hilfreich sein. Ein paar Hinweise hierzu findet Ihr auf unserer
⇒ Unterseite. |
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Hinweise:
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